Truhengerät
Truhengeräte sind die platzsparende Alternative zu wandhängenden Splitgeräten. Sie werden bodennah installiert und kühlen Räume gleichmäßig von unten – ideal, wenn die Wand keinen Platz bietet.
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Ein Truhengerät (auch Truhen-Klimagerät oder Konsolengerät genannt) ist die bodennahe Variante des Split-Innengeräts. Statt unter der Decke wird es direkt über dem Boden montiert – ähnlich einem Heizkörper. Der Außenteil mit Kompressor bleibt wie beim klassischen Split draußen.
Truhengeräte kommen vor allem dort zum Einsatz, wo eine Wandmontage nicht möglich oder gewünscht ist: bei niedrigen Wänden, raumhohen Fenstern, denkmalgeschützten Fassaden oder im Wohnzimmer mit hohen Decken. Die Luft wird über mehrere Auslassrichtungen verteilt – kalt nach oben, warm (im Heizbetrieb) nach unten.
Die Installation erfolgt wie beim klassischen Split-Gerät zwingend durch einen zertifizierten Fachbetrieb (F-Gase-Verordnung).
Vor- und Nachteile
Vorteile
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Bodennahe Montage
Keine Wandmontage nötig – ideal bei Fensterfronten oder niedrigen Wänden
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Heizen & Kühlen
Mit Wärmepumpenfunktion auch effizient als Heizung im Winter nutzbar
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Leiser Betrieb
Innengeräte oft unter 25 dB(A) – wohn- und schlafzimmertauglich
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Gleichmäßige Luftverteilung
Auslass nach oben und unten, kein Zug von der Decke
Nachteile
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Höherer Preis
10–20 % teurer als vergleichbare Wandgeräte
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Stellfläche nötig
Bodennaher Platz vor der Wand muss frei bleiben
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Geringere Auswahl
Weniger Modelle am Markt als Wandgeräte
Technische Daten
| Kühlleistung | 2,5 - 7,1 kW |
| SEER (Kühlen) | 6,1 - 8,0 |
| SCOP (Heizen, mit WP) | 4,0 - 4,8 |
| Lautstärke Innengerät | 22 - 35 dB(A) |
| Lautstärke Außengerät | 46 - 56 dB(A) |
| Bauhöhe Innengerät | 55 - 70 cm |
Ideal geeignet für
Häufige Fragen zum Truhengerät
Immer dann, wenn keine geeignete Wandfläche für die Montage zur Verfügung steht – z. B. bei raumhohen Fenstern, Schräggrundrissen, denkmalgeschützten Fassaden oder wenn die Optik einer wandhängenden Einheit stört. Funktional sind beide Varianten gleichwertig.
Nein. Auch wenn das Innengerät optisch wie ein Heizkörper wirkt, gilt die F-Gase-Verordnung – Installation und Inbetriebnahme dürfen nur durch einen zertifizierten Fachbetrieb (Kategorie I) erfolgen.
Mit Wärmepumpenfunktion erreichen Truhengeräte SCOP-Werte von 4,0 bis 4,8 – das heißt, aus 1 kWh Strom werden bis zu 4,8 kWh Wärme. Im Winterbetrieb sind sie damit deutlich günstiger als eine Elektroheizung und auf Augenhöhe mit modernen Wärmepumpen.
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